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28.08.2019, 16:40 Uhr | Walter Goda
Torfgewinnung mit Verantwortung, Energie clever nutzen!
Silvia Breher MdB besucht das Substrat- und Torfwerk Böske und den Hof Frilling in Goldenstedt
Das Substrat- und Torfwerk Böske hat 50 Mitarbeiter, über die Hälfte davon haben einen Migrationshintergrund, alle sind fest angestellt und durchschnittlich schon 20 Jahre im Betrieb. Nicht ohne Stolz erzählte das die Geschäftsführerin Hiltrud Böske-Haverbeck. 600 ha umfasst das Werk, davon sind 280 ha bereits renaturiert. Seit 2000 werden nur noch Substrate für den Gartenbau hergestellt, die Torfersatzstoffe machen mittlerweile fast 20% aus.
Das ist auch der Grund, warum die Genehmigungsbehörden mit den Abbauzeiten ein wenig großzügiger umgehen sollten, denn nur Torfverarbeitung geht natürlich schneller. Direkt vor Ort konnte sich Silvia Breher schließlich das drei geteilte System der Torfgewinnung anschauen. Auf der einen Seite die Torfgewinnung, auf der anderen Seite die Renaturierung und dann eine hoch gelegene Fläche, die mit untypischer Vegetation bewachsen ist und als nächstes abgebaut werden soll. Nur der Abbau kann die CO2 Immission beenden. „Die Behörden müssen das erkennen, denn einen Berg kann man schlecht wieder vernässen“, so die Bundestagsabgeordnete.
Wir würden nie in ein intaktes Moor eingreifen, so die Firmenleitung, wir verstehen uns als Umwelteinrichtung für erneuerbare Ressourcen.


Goldenstedt - Der zweite Besuch führte die Gruppe zum Hof Georg Frilling, wo Frau Breher ein innovatives Energiekonzept vorgestellt wurde. Schon in der dritten Generation betreiben hier jetzt Georg und Anne Frilling ihren Hof mit Sauen, Ferkeln und Mastschweinen. 80 ha Ackerland und 10 ha Wald gehören dazu.
Die Familie hat sich entschlossen eine 250 kw Holzschnitzelanlage zu bauen und versorgt damit den gesamten Hof mit warmem Wasser. Neben Holz kommt vor allem Miscanthus zum Einsatz, der auf mittlerweile 12 ha selbst angebaut wird. Miscanthus wurzelt nicht tief, wächst über 20 Jahre immer wieder nach und kann einmal pro Jahr geerntet werden. Das schilfartige Gewächs wird bis zu 4 Meter hoch und kann mit einem Maishexler geerntet werden. Es braucht kaum Düngung und bietet dem Wild im Winter einen guten Rückzugsort, hat aber keinen Nährwert für die Tiere. Es hat einen hohen Energiewert und kann auch als Einstreu für Pferde genutzt werden, weil es eine hohe Ammoniakbindung besitzt. Ein guter nachwachsender Rohstoff, der auch für Wasserverbände hoch interessant sein müsste, da kaum Nitrate ins Grundwasser gelangen.
Silvia Breher zeigte sich überzeugt von dieser Idee der autarken Energienutzung. Die dezentrale Energieversorgung sollte gerade in den Kommunen viel mehr genutzt werden. Man könnte durchaus ganze Baugebiete auf so eine Art und Weise mit Energie versorgen, wenn man das von Anfang an so plant. Jeder Bauherr wird Mitglied einer Energiegenossenschaft und zeichnet so Anteile an der Holzschnitzelanlage, der Biogasanlage oder sonstigen Energieerzeugungsanlagen. Man könnte so direkt die notwendigen Leitungen mit planen, brächte dafür keine Gasleitungen und Heizungen mehr. Sie wünscht sich mutige Kommunen die so ein Projekt beispielhaft für ganz Deutschland durchführen. Georg Frilling ist sich sicher, dass sein System dafür geeignet wäre, denn diese Anlage kann man auch deutlich größer bauen.

Viel Erfolg wünschte Silvia Breher der Familie Frilling bei der Bewerbung zur Agrarfamilie 2019. Das Netzwerk Agrarmedien sucht die Agrarfamilie 2019. 12 Familien haben sich bundesweit beworben, darunter die 8-köpfige Familie Frilling. Ausgewählt werden Familien die mit innovativen Konzepten generationsübergreifend arbeiten. Familie Frilling stellt hier ihr Konzept „Energie clever nutzen“ vor. Abstimmen kann jeder noch bis zum 23.09.19 unter:
www.Agrarfamilie-2019.de. „Bitte helfen Sie mit ihrer Stimme mit, dass dieser Titel an die Familie Frilling geht, sie haben es verdient und sind ein sehr gutes Beispiel wie Landwirtschaft medienwirksam dargestellt werden kann“, so Silvia Breher abschließend.

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